Stickereien

Viel mehr als ein paar Kreuzstiche“

Mit dem Projekt wollen wir Frauen im Nahen Osten unterstützen, die vor Krieg und Gewalt fliehen mussten und jetzt als Flüchtlinge im eigenen Land oder in Nachbarländern leben. Viele Frauen in dieser Situation versuchen, mit dem Verkauf von Handarbeiten zum Unterhalt ihrer Familie beizutragen.

Es ist eine jahrhundertealte Tradition, dass Frauen im Nahen Osten sticken. Rocksäume, Kopftücher, Kleider, Kissen, Decken und vieles mehr wurden seit jeher mit feinen Stickereien verziert. So brachten die Frauen Farbe und Schönheit in den Alltag. Je mehr Frauen in den vergangenen Jahrzehnten berufstätig wurden, desto mehr geriet diese Tradition in Vergessenheit. Mit dem Krieg und der Not haben viele geflüchtete Frauen wieder mit dem Sticken angefangen. Sie tun dies allerdings vor allem, um ihre Handarbeiten zu verkaufen und mit dem Erlös das Überleben der Familie zu sichern.

Der Verein „Fokus Nahost“ will auf das Schicksal der Frauen im Nahen Osten aufmerksam machen und kooperiert mit verschiedenen Frauen aus unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und Ethnien. Wir vermitteln hier in Europa ihre Stickereien und erzählen ihre Geschichten. Der Reinerlös fließt direkt an die Frauen und ihre Familien zurück.

Jedes Täschchen steht für ein Einzelschicksal, das von Krieg und Not geprägt ist. Bewusst kennzeichnen wir die Handarbeiten nicht nach ihrer Herkunft. Vielmehr stehen die Stickereien für das Gemeinsame, das diese Frauen verbindet: die Zugehörigkeit zu einer jahrtausendealten Kultur, die von Menschen unterschiedlichen Glaubens und Herkunft geprägt wurde.

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